Gegen das Schweigen

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An des Feuers heller Flamme
geht sie leis‘ von Mund zu Mund,
fliegt gewispert immer weiter
in dem frohen Freundesrund.

Und die fernen Sterne funkeln
gleißend in dem alten Licht,
das vom Firmament herunter
alte wahre Worte spricht:

Refrain:
/: Singt, trinkt, Sterbliche,
erquickt euch an der Glut!
Doch traut euch – singt hinaus mit Schall
mit neu gewonn’nem Mut!.
Euer Leben ist zu kurz
für Feigheit vor dem Freund!
Sagt ehrlich, dass wir alle hier
in einem Geist vereint! :/

Des Nachts, da liegen alle still,
jeder in seinem Raum.
Doch manchen neckt in dieser Nacht
ein alter, grauer Traum.

Sie sehen Welten fern von hier
und Götter, eine Schar
von Riesen, welche ungeschlacht
beim lauten Singen war.

Refrain:

Des Morgens sind sie dann erwacht
und sprechen eine Zunge;
doch reden sie mit halber Kraft,
singen mit halber Lunge.

Verstohlen geht noch oft ihr Blick
hinaus ins Menschenrund,
und mancher strenge, fremde Blick,
verschließt noch manchen Mund.

Refrain:

Steht die Sonne im Zenit,
schreitet man ins Grün,
und heimlich sieht man viele dann
den Hammer überzieh’n.

Doch mancher spürt die Nähe hier
von manchem, alten Gott,
und laute Stimmen klingen auf
bei einem Ahnen-Blot.

Refrain:

An des Feuers hellen Flammen,
mitten in der Nacht,
in den Herzen aller Freunde
neue Kraft erwacht.

Laut tönt er nun aus Tausend Kehlen,
der alte, weise Klang,
und alte Götter lässt man preisen
mit lautem, kräft’gem Sang.

Refrain: